- Till Lindemann

Till Lindemann

Till Lindemann wurde am 04. Januar 1963 in Leipzig geboren. Er ist Sänger und Textdichter bei RAMMSTEIN, schreibt aber auch unabhängig davon Gedichte.

 

Till wuchs in Wendisch Rambow bei Bad Kleinen in Mecklenburg Vorpommern auf. Sein Vater Werner Lindemann war ein in der DDR sehr bekannter Kinderbuchautor. Seine Mutter, Brigitte „Gitta“ Lindemann, ist Journalistin.

Till begann eine Lehre als Bautischler, Korbmacher , Galerietechniker und Stellmacher. Nachdem er bereits Vize-Jugendeuropameister im Schwimmen über 1500 Meter war, wurde er für die Olympischen Spiele 1980 in Moskau nominiert. Ihm wurde jedoch die Teilnahme verwehrt, da er sich während der Jugend Schwimm-EM in Florenz (1978) unerlaubt aus dem Hotel entfernt hatte.

Till bekam mal ein Schlagzeug geschenkt und begann zu spielen. Er wollte Musiker werden, war jedoch völlig unmusikalisch. Seine musikalische Karriere begann er zu DDR-Zeiten dann als Schlagzeuger der Punkband "First Arsch". Diese Band war ein völliges Chaos, irgendwann hatten sie keinen Schlagzeuger mehr weil der dauernd krank war beziehungsweise weg gezogen ist. Richard half ab und zu mal aus. Er war auch Tills erste Kontaktperson, ihn hat er in Schwerin kennen gelernt.

Till über Richard:" Der ist mir durch seine komische Frisur aufgefallen, der hatte so einen langen Zopf, vorne alles kurz und dazu noch blonde Strähnchen. Er sah aus wie ein Streifenhörnchen."

Dann hatten sie ihre erste kleine Tour im Osten, ca 10 Städte, und da waren Richard und Paul als Aushilfen am Start.

Till über die Zeit:"Da haben wir auf der Bühne alte Autos verbrannt und alles kurz und klein gekloppt. Ich hatte in der grossen Trommel von meinem Schlagzeug ein paar lebende Hühner, das hat den Tierschützern natürlich nicht unbedingt gefallen. Ich habe immer die Zugabe gesungen und dabei Bass gespielt."

Till besitzt seit 1996 eine Befähigung nach § 20 SprengG , da er Pyrotechnik auf der Bühne einsetzt. Ein Erlaubnisinhaber nach § 7 SprengG trägt auf den RAMMSTEIN-Konzerten die Verantwortung für Planung, Logistik und Einsatz der Pyrotechnik.

Im Jahr 2000 trat er bei den Puhdys  als Gastsänger für das Stück „Wut will nicht sterben“ auf.

2007 trat er bei Apocalyptica als Gastsänger für eine Neuinterpretation des David Bowie-Liedes "Heroes" in Erscheinung. Das Musikstück wurde unter dem Titel "Helden"auf dem Album  "Worlds Collide" veröffentlicht.

Seit 1991 schreibt Till Gedichte. Manche Stücke gab er im Lauf der Zeit an Gert Hof, der die Bühnenshow für RAMMSTEIN inszeniert, weiter. Dieser wählte dann aus 1000 Gedichten diejenigen aus, die seiner Ansicht nach am passendsten für ein Buch waren. 2002 brachten Till und Gert Hof beim Eichborn Verlag den Gedichtband unter dem Namen "MESSER" heraus. Die darin enthaltenen Gedichte schrieb Till in den Jahren 1995 bis 2002 unabhängig von seiner Tätigkeit bei RAMMSTEIN.

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